Nächster Derbysieg: 4:1 Heimerfolg gegen Concordia II

Manch ein Zuschauer war womöglich noch nicht an seinem Platz oder kümmerte sich zum Beginn der Partie noch um die kulinarische Versorgung, da klingelte es bereits das erste Mal im Kasten der Gäste! Ein Derby bedeutet laut der KI von Google, dass es ein hoch emotionales Spiel zwischen zwei Mannschaften aus derselben Stadt oder Region ist, welches von einer oft historisch gewachsenen Rivalität geprägt ist. Es übertrifft normale Ligaspiele an Bedeutung für Fans, da es um lokale Vorherrschaft, Stolz und Identität geht. So weit muss man vielleicht nicht gehen, zumal wir zu Wiemelhausen eher ein freundschaftliches Verhältnis pflegen, dennoch kann man sich keinen besseren Start in ein solches Duell wünschen. Paul spielte einen Steckpass auf Kanschik, der aus spitzem Winkel zum Abschluss kam. Der Schuss wurde zwar vom Keeper abgewehrt doch gegen den Abpraller bildete Flo eine Wand mit seinem Körper, sodass die Murmel von dieser Wand zurück ins Tor prallte. Ob der Klärungsversuch auf oder hinter Linie war, ließ sich aus unserer Perspektive nicht beurteilen, aber der Schiri entschied auf Treffer und wir freuten uns über einen furiosen Start. In den folgenden 10 bis 15 Minuten wirkten wir aber etwas unsortiert und hatten Schwierigkeiten, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Das Zentrum wurde gut zugestellt und der Druck der Angreifer auf unseren Spielaufbau führte zunehmend zu langen Bällen. Grundsätzlich ein probates Mittel, zumal mit Kanschik und Paul zwei Zielspieler in der ersten Reihe standen, welche die Qualität des „Ball festmachens“ besitzen, doch oftmals landeten die Bälle nicht bei unseren Zielspielern, sondern auf dem Flügel, was keine Erträgnisse brachte. Im Laufe der ersten Halbzeit fanden wir dann besser ins Spiel und auch Berki und Lippe konnten etwas mehr in den Spielaufbau eingebaut werden. Gefährlich wurde es aber vor allem, wenn wir Ron und David mal in Szene setzen konnten. Selbst wenn die Abschlüsse keine Tore brachten, so waren wir zumindest bei Standards am gestrigen Nachmittag sehr gefährlich. Ein Beleg dafür war das 2:0! Paul sammelte seinen zweiten Scorer, als er eine scharfe Ecke von Grundi auf den kurzen Pfosten mit perfektem Timing einnickte. Mit einer vermeintlich sicheren Führung im Rücken wurden unsere Ballbesitzphasen strukturierter und länger, doch Wiemelhausens Zwote wusste durchaus gefährlich zu bleiben. Diagonalbälle (meist auf unsere rechte Abwehrseite) waren das Ziel, konnten aber zumeist gut verteidigt werden. Wenn aber doch einmal einer dieser Bälle abgelegt werden konnte oder die Concorden sich im letzten Drittel anderweitig mit Ball bewegen konnten, wurden die Abschlüsse entweder geblockt oder durch Köppen entschärft, der nach ca. einer halben Stunde stark nach rechts unten abtauchte, um einen Einschlag durch einen Fernschuss zu verhindern. Doch als wir bereits zwei Minuten über der regulären Spielzeit waren, gab es nochmal einen Halbfeldfreistoß für die Gäste, der gute 6-7 Meter vor unser Tor gezogen wurde. Im kollektiven Tiefschlaf schauten wir zu, wie ein Spieler der Concorden den Ball völlig frei ins Tor legte und die vermeintlich sichere Führung wackelte unmittelbar mit dem Pausenpfiff.

Halbzeit zwei begann ebenso furios wie Halbzeit eins. Nach einer tollen Flanke von Ron kam David 5 Meter vor der Kiste zum Kopfball, den der Keeper der Gäste toll abwehren konnte. Allerdings fiel das Leder wieder zu David, der sich in Rücklage dazu entschied, den Ball 2 Meter abzulegen, wo Kanschik völlig frei zum Abschluss kam. Doch anstatt den Ball im Gehäuse unterzubringen, geriet Flo ebenfalls in Rücklage und semmelte das Leder über den Querbalken. Dennoch blieben wir konzentriert, verteidigten kompromisslos und erspielten uns immer wieder Möglichkeiten. Und nur wenige Minuten nach dieser Monsterchance gab es wieder einmal eine Ecke. „Was Grundi kann, kann ich auch!“ wird sich Lippe gedacht haben. Seine ebenfalls scharfe Ecke landete dieses Mal hinter dem Keeper am zweiten Pfosten und Kopfballungeheuer Emil köpfte zum 3:1 ein. Dieser erneute Rückschlag zeigte etwas mehr Wirkung bei den Gästen und die Angriffe verliefen in der Folge eher etwas planlos. Wir ersetzten den angeschlagen Joshi durch seinen Bruder, der sich tadellos einfügte und mit seiner Ruhe am Ball weiteren positiven Impact auf unsere Defensive nahm. Im Laufe des zweiten Durchgangs schickten wir auch noch Mo und Brötzi für die beiden aufopferungsvoll arbeitenden Paul und Kanschik ins Rennen. Die Aufgabe der neuen Offensive war es, einen Konter sauber durchzuspielen, um endgültig den Deckel auf diese Partie zu setzen. Das gelang zunächst nicht, obwohl ein herrlicher Steckpass auf David dazu führte, dass unser Rechtsaußen blank vor dem Keeper stand, diesen umkurvte und ins leere Tor einschob. Doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits, weshalb es weiterhin „nur“ eine trügerische 2-Tore-Führung gab. Auch Fynn durfte nochmal für Jussi ran, um auch auf dem Defenivflügel mit neuer Fitness jede Gefahr von unserem Tor fernzuhalten und genau wie Janni fügte auch er sich sehr erfolgreich in unsere Viererkette ein. Einen Abschluss aus der Ferne ließen wir im zweiten Durchgang noch zu, doch änhlich wie in Durchgang Nummer eins konnte Köppo blitzsauber entschärfen. Dieses Mal war es seine linke untere Ecke, die nicht zu überwinden war. Auch Nick durfte noch ein paar Minuten Spielzeit sammeln, nachdem er uns in Pflichtspielen viele Monate nicht zur Verfügung stand, worüber wir uns sehr freuen. Wir kamen noch nicht so richtig zu Großchancen, doch als der Ball einem Gästespieler im Sechzehner an die Hand sprang, gab es keine zwei Meinungen: Elfmeter für Stiepel. Die vermeintlich größte Chance zur Entscheidung ließ Mo jedoch liegen, als sein Versuch aus 11 Metern knapp am Pfosten vorbei rauschte. In der Schlussphase der Partie gab es dann dennoch vermehrt Kontermöglichkeiten, weil uns die Gäste zwangsläufig mehr und mehr Räume überlassen mussten und einen solchen nutzten wir dann kurz vor Ende um das Endergebnis herzustellen. Mo spielte klug und schnell auf den linken Flügel, wo Ron sein Tempo nutzen konnte und mit einem perfekten Querpass Brötzi in Szene setzte. Für jemanden, der in diesem Jahr in jedem Spiel getroffen hat, war diese Vorlage natürlich nur noch Formsache und wir umjubelten den Endstand sowie den Derbysieg! 4 Treffer gegen die drittbeste Abwehr der Liga muss man auch erstmal machen. Wir bleiben damit erster Verfolger und starten direkt in die nächste Derbywoche. Was das bedeutet, kann man in der Einleitung nochmal nachlesen…

Aufstellung: Köppen – Grundmann, J. Nast (58. J.L. Nast), E. Amediek, Monstadt (72. Ewelt) – Schulz, Bruckhaus, Lippens (85. Busse), Berk, Askemper (72. M. Amediek) – Kanschik (65. Brötz)

Nach dem Derby ist vor dem Derby. Sonntag geht es um 13 Uhr am Waldschlösschen in Weitmar weiter, wo die Zweitvertretung von 45 auf uns wartet. Wie stark diese Truppe spielen kann, zeigten sie zuletzt bei der knappen und wohl unverdienten Niederlage gegen Stockum sowie im Hinspiel an der Kemnader, als für uns nur ein Punkt heraussprang. Kommt gerne vorbei und unterstützt uns weiter!

Glück auf und NUR DER RWS!

Nächster Derbysieg: 4:1 Heimerfolg gegen Concordia II

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