Das Hinspiel gegen Ruhrtal lag gerade einmal 2 Monate zurück und war zugleich das letzte Pflichtspiel unserer Mannschaft, welches wir mit 3:0 für uns entschieden haben. Durch den kuriosen Spielplan kam es nun direkt zum Wiedersehen an der Ardeystraße in Witten. Unser Kader stellt sich nach der Vorbereitung derzeit recht breit auf, auch wenn durch die Verletzung von Consi einer unserer Leistungsträger vermutlich bis Saisonende ausfällt und einige Jungs noch etwas Trainingsrückstand haben. Verheißungsvoll sind aber auch unsere Jungspunde, die aktuell noch für die A-Jugend auflaufen. Gestern unterstützen uns beispielsweise mit Joshi und Tim K. wieder zwei Jungs aus dem Talentwerk.
Das Spiel begann im Grunde ähnlich, wie das Hinspiel vor einigen Wochen. Wir hatten längere Ballbesitzphasen und brauchten nicht lange, um uns in gefährliche Situationen zu kombinieren. Das erste Mal richtig brenzlig wurde es bereits nach 4 Minuten, als Mo einen Steckpass mit Links auf den rechten Flügel spielte, wo David seinem Gegenspieler enteilt war. Vermutlich war das der Grund, weshalb der Schiri (fälschlicherweise) auf Abseits entschied, konnte er ja nicht wissen, wie schnell David eigentlich ist… Gut möglich, dass es bereits früh geklingelt hätte, doch davon ließen wir uns nicht beirren. Wir versuchten weiterhin auf die Offensivflügel zu kommen und wählten hierfür ein ums andere Mal den langen Ball, weil Ruhrtal hierbei anfällig schien. Perfekt umgesetzt wurde der Matchplan dann nach 14 Minuten, als ein tiefer Ball ins Zentrum von Kanschik klatschen gelassen wurde und Berki einen fast perfekten langen Ball auf Brötzi spielte. Das Timing war bockstark, die Ballmitnahme weltklasse: Mit der Hacke aus der Luft nahm Brötzi das Leder mit in seinen Lauf und blieb vorm Schnapper cool, als er den Ball im kurzen Eck unterbringen konnte. Kurz danach durften wir schon wieder jubeln. Emil köpfte einen Halbfeldfreistoß seines Bruders wuchtig in die Maschen und schon wähnten wir uns auf der Siegerstraße. Jetzt hieß es, die Spannung hoch zu halten und dafür zu sorgen, dass die Gastgeber nicht zurück ins Spiel finden. Wir verfielen aber ein wenig zu stark in das Muster, nun jeden zweiten Ball für einen Angriff nutzen zu wollen und produzierten hierdurch zu viele Ballverluste. Ruhrtal hingegen schüttelte sich und stellte etwas um. Das Mittel zum Zweck sollte nun eine Überlagerung der Flügel werden, was auf der rechten Angriffsseite deutlich besser gelang, als über deren linke Seite. Zwei, drei Mal wurde es so gefährlich, doch der Pass ins Zentrum wurde durch uns gut zugestellt, weshalb kein gefährlicher Abschluss auf unseren Kasten zu Stande kam. Auf der Gegenseite wollten wir weiterhin über unsere Flügel in Richtung Box vordringen, doch auch bei uns fehlte das letzte bisschen Fortune. Entweder misslang der First-touch oder wir verfehlten das Gehäuse haarscharf, wie beispielsweise Brötzi, der erneut eine weltklasse Mitnahme des Passes von Emil (der sich in einen Konter eingeschaltet hatte) dazu nutzte, sich in eine gute Abschlussposition zu bringen. Wir gingen also mit einer soliden, aber auch gefährlichen, 2:0-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel stellten wir uns darauf ein, dass die Gäste nochmal alles investieren würden, um das Spiel spannend zu machen. Wir hingegen wollten uns defensiv etwas besser auf das Überladen der Flügel einstellen und gleichzeitig unsere Räume im Zentrum noch zielstrebiger ausnutzen. Zu unserem Glück konnten wir die Bemühungen der Gastgeber im Keim ersticken, als David bereits in der dritten Minute des zweiten Durchgangs zum 3:0 einnetzte. Wir legten uns Ruhrtal quasi auf dem Reisbrett zurecht und spielten uns über Jussis rechte Seite in die Box. Der Ball wurde noch ein paar Mal hin und her geschoben und am Ende durch David im Gehäuse untergebracht. Ein Treffer mit Signalwirkung, denn die Gastgeber schafften es nicht mehr, sich noch wirklich aufzubäumen. Und keine 10 Minuten später war der Sack endgültig zu. Brötzi setzte sich auf der linken Seite durch, spielte weiter zu Berki, dessen Querpass bei Kanschik landete. Dieser hatte keine Mühen und es stand 4:0. Anschließend durften Flo und Mo sich ausruhen und wurden durch Ron und Felix ersetzt. Die beiden neuen auf dem Feld brauchten auch nicht lange, um auf sich aufmerksam zu machen. Ron marschierte links durch (Brötzi wechselte nun auf die 10) und legte quer auf Felix. Formsache und der nächste Treffer. Doch wieder ertönte ein etwas fragwürdiger Abseitspfiff. Ein paar Zeigerumdrehungen später fast derselbe Angriff, doch dieses Mal konnte der Keeper der Gäste noch spektakulär entschärfen. Es blieb also zunächst beim 4:0 für unsere Farben. Fynn unterstütze uns jetzt ebenfalls auf dem Feld und kam für den leicht angeschlagenen Emil. Auch Tim K. Und Marino durften noch eine Viertelstunde ran, als sie die beiden fleißigen und gut aufgelegten Lippe und Jussi ersetzten. In den Schlussminuten ging von den Gastgebern im Grunde keine Gefahr mehr aus, weil unsere Restverteidigung solide stand und wir immer wieder in die Passwege der Gäste fanden, um für empfindliche Ballverluste zu sorgen. Vor allem Berki konnte im Zentrum regelmäßig Bälle erobern und auf die startenden Flügel verteilen. Ein weiterer Angriff führte dann zum 5:0: Dieses Mal konnte Felix den Steckpass noch vor dem Keeper ereilen und umkurvte diesen, um danach lässig einzuschieben. Und auch Ron, der sich stark einbrachte, durfte noch seinen vierten Saisontreffer erzielen. Dieses Mal eroberte David den zu kurz geratenen Klatschball und bediente Ron, der die Murmel cool und überlegt am Torhüter vorbei legte. Das war der Schlusspunkt eines ungefährdeten Auswärtssieges. Wir sind also gut aus den Startlöchern gekommen und wollen diesen Lauf in den Derbywochen bestätigen.
Aufstellung: Köppen – Grundmann, Monstadt (73. Ivakovic), J. Nast, E. Amediek (65. Ewelt) – Lippens (75. T. Kalkühler), Schulz, Brötz, M. Amediek (60. Bruckhaus) – Kanschik (60. Narberhaus)
Am nächsten Wochenende eröffnen wir das Pflichtjahr dann auch an der Kemnader Straße. Zu Gast ist die Zweitvertretung von Concordia Wiemelhausen. Im Derby freuen wir uns daher über reichlich Unterstützung, wenn um 15:15 Uhr angestoßen wird.
Glück auf und NUR DER RWS!