Die Saison neigt sich dem Ende entgegen und somit stand gestern das letzte Heimspiel der Serie 2025/2026 auf dem Programm. Der Gast kam aus dem Osten Bochums und war lange Zeit gemeinsam mit uns ärgster Verfolger des Spitzenreiters. Bereits im Pokal und im Hinspiel lieferten wir uns packende und torreiche Fights gegen das junge Team aus Langendreer. Ein ähnlicher Fight war es auch gestern Nachmittag, wobei die gleißende Nachmittagssonne es allen Akteuren noch schwerer machte, einen ruhigen Kopf zu bewahren. Wir fanden ganz gut ins Spiel, nachdem in den ersten Minuten beide Teams Offensivaktionen kreierten (je 1 Ecke nach 2 Spielminuten). Wir hatten etwas mehr Ballkontrolle und versuchten über unsere Flügel in die Tiefe zu kommen. Über rechts hatten Fynn und Pascal einige gute Szenen bis Fynn einen anderen Ball als den Doppelpass mit Grundi wählte und einen schick getimten Schnittstellenball vertikal auf Kanschik spielte. Unser Torjäger setzte seinen Körper geschickt ein und schob sich am Innenverteidiger vorbei. Vor der Bude behielt Flo die Nerven und schob lässig zum 1:0 ein. Advantage Stiepel. Wir versuchten nun mehr und mehr Ball und Gegner laufen zu lassen, kamen hierbei aber auch immer mal wieder halbwegs gefährlich vor das Tor. Vor allem die schnellen Verlagerungen von Nick oder auch Moritz sorgten für Gefahr. Da uns Langendreer oftmals nicht fair stoppen konnte, zogen wir auch einige Freistöße außerhalb der Box, doch alle verfehlten ihr Ziel. Dennoch konnten wir die Gäste in der Regel weit von unserem Tor fernhalten und zwangen sie zu unpräzisen, langen Bällen oder Risikopässen im Zentrum. Vor allem das Zusammenspiel unserer Außenspieler klappte bei der Übergabe der Gegenspieler sehr gut, weshalb die Spielidee von Langendreer nicht fruchtete. Folgerichtig gingen wir verdient mit einer knappen Pausenführung in die Unterbrechung und sammelten im Schatten neue Kräfte.
Unser Ziel war es, die Gäste weiterhin mürbe zu spielen und mit dem ein oder anderen Nadelstich dafür zu sorgen, dass deren Gegenwehr vollständig einbricht. Doch leider ging dieser Plan zunächst nicht auf. Mit einem einfachen Doppelpass und etwas Geleitschutz kamen die Gäste über ihre linke Seite durch, spielten den Ball in die Box und der Abschluss hoppelte irgendwie in Zeitlupe über den Rasen hinweg ins Tor. Doch wir zeigten einmal mehr Moral und steckten nicht auf. David, der zusammen mit Batze in der Halbzeit aufs Feld kam (für die angeschlagenen Mo und Chris), wurde auf rechts durchgeschickt, spielte einen scharfen Querpass und Kanschik netzte erneut ein. Wir blieben weiter am Drücker und konnten nur 2 Minuten später unseren Vorsprung verdoppeln. Nach einer tollen Balleroberung durch Nick konnte Manni einen Steckpass auf Felix spielen. Ähnlich geschickt wie Flo in Durchgang eins konnte auch Felix den Ball gegen seinen Gegner behaupten und vollendete zum 3:1. Verdient und unter Berücksichtigung des Spielverlaufs und der äußeren Bedingungen schon fast eine kleine Vorentscheidung. Doch dass Langendreer nicht aufstecken würde, mussten wir schon in den beiden bisherigen Partien spüren. Gut möglich, dass wir diese Gegenwehr auf ein Minimum reduziert hätten, wenn wir in der Folge eine unserer guten Gelegenheiten genutzt hätten, doch das gelang nicht. Felix scheiterte aus vergleichbarer Situation wie beim 3:1, hätte aber vielleicht auch auf David spielen können, der sich beim Sprint nach vorne zudem am Oberschenkel verletzte und wieder vom Feld musste. Kurzeinsatz, in dem er immerhin Wirbel machte und einen Scorer sammeln konnte. David wurde nun von Justus ersetzt, der etwas weiter vorne ran durfte, als sonst. Auch Paul kam für den sehr fleißigen Kanschik in die Partie und sollte vorne Bälle festmachen. Gegen einen Treffer hätte das Trainerteam aber auch nichts gehabt. Leider vergab Paul nach Querpass von Justus die wohl größte Chance zur Entscheidung. Wenn wir uns also zu gestern etwas vorwerfen wollen, dann sind es die mangelhafte Chancenverwertung sowie die unpräzise zuende gespielten Konter, teils bei 3 vs. 1 Situationen ohne zum Torabschluss zu kommen. Und nunja, Langendreer war zwar platt, steckte aber nicht auf. Und nachdem Manni einen herrlichen Schnittstellenball spielte, stand es plötzlich 3:2 – denn bedauerlicherweise war es die falsche Schnittstelle. Die Idee, auf Ballsicherung hinten herum zu spielen, war sicher nicht verkehrt, der Pass jedoch nicht Fisch nicht Fleisch und zudem wurde er durch den Stürmer der Gäste gut antizipiert. Heini hatte etwas Pech, dass der Abpraller seiner Abwehr wieder beim Stürmer landete und plötzlich wurde es nochmal eine enge Kiste. Ob es der Fußballgott, der Greenkeeper und gar ein Maulwurf war, der uns den Sieg rettete ist nicht übermittelt, doch Sekunden vor dem Schlusspfiff verloren wir einen Ball im Spielaufbau, die Restverteidigung war kaum vorhanden, sodass Lars und Joshi, wie sehr oft in Durchgang zwei, relativ alleine waren. Es kam der Querpass, Heini war geschlagen, die Hütte war leer, der Ball 3 Meter davor und KLATSCH – an die Latte. Wir behalten also die drei Punkte an der Kemnader, untermauern unseren sehr guten zweiten Platz nochmals gegen einen direkten Konkurrenten und durften danach den vorgezogenen Saisonabschluss gebührend feiern.
Aufstellung: Bäumer – Herlitze (46. Baatz), L. Sollik, J. Nast, Ewelt – Busse, Schick, Kanschik (75. Askemper), Grundmann, M. Amediek (46. Schulz, 65. Monstadt) – Narberhaus
Wir beenden unsere Saison am nächsten Sonntag mit einem Auswärtsspiel beim Schlusslicht und Absteiger Amacspor Dahlhausen. Anstoß ist leider erst um 17 Uhr, dennoch freuen wir uns sehr, wenn ihr uns bei unserem letztem Auftritt begleitet und unterstützt.
Glück auf und NUR DER RWS!