Achtelfinaleinzug nach starkem Auftritt gegen Heven

„Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin!“ schallte es nach Abpfiff vom Pöbelberg. Vielleicht noch etwas früh, aber in der Euphorie des gestrigen Sieges nachvollziehbar. Immerhin war der Tabellendritte der Bezirksliga zu Gast anne Kemnader und musste mit einer verdienten Niederlage im Gepäck den Heimweg antreten. Zum Spiel: Wir legten im Grunde los wie die Feuerwehr, obwohl wir uns etwas weniger Höhe gegen den Ball angeordnet hatten als gegen viele andere Gegner in unserer Liga. Die Abstimmung im defensiven Zentrum der Gäste passte aber zu Beginn gar nicht. Nach feinem Steckpass von Joshi auf Conni spielte dieser einen ebenfalls feinen Ball in den Lauf von Felix, der im perfekten Moment gestartet war. Unser Capitano ließ dem Schnapper keine Chance und es stand sehr früh 1:0. Nach 7 Minuten der nächste Kracher: Narberhaus spielte auf Schulz, Schulz zog nach innen und schloss mit links ab. Die eiskalte Dusche für unsere Gäste und natürlich ein absoluter Traumstart fürs Königreich. In der Folge zeigten wir eine insgesamt bemerkenswert solide, ruhige und reife Vorstellung. Immer wieder kombinierten wir uns flüssig aus dem Druck des Gegners heraus. Offensivbemühungen wurden im Verbund verteidigt und in der Konsequenz sah sich der gegnerische Trainer gezwungen, nach nicht einmal 25 Minuten bereits zwei Wechsel vorzunehmen. Der linke Flügel war zumeist chancenlos gegen David und Fynn und der Zehner sah keine Räume gegen unser kompaktes Mittelfeld um Robin und Batze. Mit zunehmender Zeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Gäste etwas mehr Ballbesitz bekamen, wir in unseren Ballbesitzphasen aber permanent Ballsicherheit und Gefahr ausstrahlten. Eine schöne Passstaffete führte aber zur vermeintlich größten Chance des Gegners. Wir ließen den Ball zirkulieren, gewannen dabei Raum um Raum doch nach einem missglückten Abspiel nutzte Heven genau diese Räume. Deren Toptorjäger tauchte frei vor Heini auf, doch schlenzte den Ball mit dem Außenrist neben das Gestänge. Auf der anderen Seite setzte Felix sich stark auf halbrechts durch. Seine flache Hereingabe trudelte aber an Freund und Feind vorbei. Kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal die Riesenchance der Gäste: Nach einer Flanke aus dem linken Halbfeld wurde der Ball vom zweiten Pfosten abgelegt und Volley aus 6 Metern auf die Hütte geknallt, doch Heini tauchte bärenstark ab und rettete vor der Linie.

Auch in Durchgang Nummer zwei zeigte sich ein ähnliches Bild. Beide Teams agierten auf Augenhöhe. Der Sturmlauf der Gäste, den wir erwartet hatten, blieb zunächst aus. Auffällig war nur, dass unser permanenter Druck auf Ball und Gegner dazu führte, dass Heven einige Abspielfehler produzierte. Auch die Diagonalbälle kamen nur selten beim Empfänger an. Nach 55 Minuten musste Conni leicht angeschlagen vom Feld und wurde durch Manni ersetzt. Wir waren weiterhin gut im Spiel und Manni fügte sich perfekt ins Match ein. Wir taten uns zwar schwer damit, zwingende Chance zu erarbeiten, hielten den Gegner aber immer wieder auf Trab und somit gleichzeitig von unserem eigenen Tor fern. Tatze und Joshi verteidigten grandios und holten sich nicht nur jeden Ball aus der Luft sondern waren extrem erfolgreich in der Verteidigung nach vorne. Nach 68 Minuten mussten wir dann allerdings nochmal wechseln und dieser Wechsel tut deswegen besonders weh, weil eine Verletzung von Robin am Schlüsselbein die Ursache dafür war. Mit Krankenwagen musste unser Sechser, der ein außerordentlich gutes Spiel gemacht hatte, abgeholt werden: Gute Besserung an dieser Stelle! Sportlich wurde er durch Tim ersetzt, der sich auf dem selben Niveau in die Partie einbrachte. Doch auch Felix musste kurz danach verletzt vom Feld. Ein dickes Ei am Oberschenkel zwang ihn aufzuhören. Die nächste Hiobsbotschaft. Kanschik kam aufs Feld und wie seine Vorgänger von der Bank fügte auch er sich nahtlos in die gute Teamleistung ein. Wir liefen weiter im Mittelfeldpressing an und setzten auf Umschaltmomente. Einer davon führte zu einem vielversprechenden Ballgewinn von Manni, der sich entschloss, aus 40 Metern aufs Tor zu schießen. Doch, nunja, da gab es schon mal bessere Versuche 🙂 Heven warf nun alles nach vorne, spielte viele lange und diagonale Bälle, doch wurde in der Regel konsequent wegverteidigt. Ganz verhindern konnten wir einen Einschlag aber nicht. In der 84. Minute landete die Murmel beim gegnerischen Stürmer, der sich im Gewühl im Strafraum durchsetzte und unhaltbar aufs Tor schoss. Jetzt wurde die Partie natürlich wilder, doch wir behielten einen kühlen Kopf. Berki kam noch für Ron ins Match und sollte das Zentrum weiter verdichten und mit seiner Länge für Lufthoheit sorgen und nach einem weiteren Ballgewinn in der eigenen Hälfte zogen Berki, Kanschik und David in Richtung des Gästetores. Über links spielte Kanschik einen Querpass auf höhe des Sechzehners, Berki stellte seinen Körper in den Ball und ließ die Murmel zu David durch und wieder einmal vollendete speedy Schulz mit links zum erlösenden 3:1 Siegtreffer. Justus durfte nun noch ein paar Minuten sammeln und ersetzte den von Krämpfen geplagten Batze, vielleicht unser stärkster Spieler am gestrigen Abend. Kurz darauf durften wir uns vom Pöbelberg feiern lassen und stehen verdient, wenn auch leider sehr teuer erkauft, im Achtelfinale!

Aufstellung: Bäumer – Grundmann, Ewelt, J. Nast, L. Sollik – Baatz (93. Monstadt), Beinhoff (68. Kalkühler), Ehrhardt (55. Schick), Schulz, Bruckhaus (86. Berk) – Narberhaus (75. Kanschik)

Am Sonntag gehts direkt weiter in der Liga. Nach dem kräftezehrenden Auftritt gestern Abend kommt die nächste Wittener Mannschaft an die Kemnader. Zu Gast ist der FSV, den wir mit der gleichen Entschlossenheit und spielerischen Klasse ebenfalls mit einer Niederlage im Gepäck nach Hause schicken möchten. Helft uns dabei, wenn um 15:15 Uhr angestoßen wird.

Glück auf und NUR DER RWS!

Achtelfinaleinzug nach starkem Auftritt gegen Heven

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