Peinliche Niederlage in Hattingen – 3:4 bei Kellerkind Märkisch

8:1 Sieg im Hinspiel, beinahe 100 Saisontore geschossen, Gegner auf Platz 14 im Gesamtklassement – eigentlich standen alle Zeichen auf Auswärtssieg und wir legten auch direkt los wie die Feuerwehr. Gerade einmal 40 Sekunden dauerte es, bis wir unseren ersten Angriff mit einem herrlichen Treffer krönten, nachdem Mo die Kette überspielt hatte und Felix den Keeper überlupfte. Doch der Schiri pfiff Abseits. Nunja, weitermachen. Wir spielten auch in den folgenden Minuten mutig und zielstrebig Richtung Tor der Gäste und nach 8 Minuten zeigte David einmal mehr seine Qualitäten am Ball, als er gleich mehrere Gegner ausdribbelte und am Ende humorlos die Kugel zur 1:0 Führung ins Netz drosch. Kurze Zeit später setzte Felix einen Kopfball nach Grundmann Ecke nur knapp neben das Gehäuse und wiederum einige Minuten später zog David auf rechts durch, wurde aber im letzten Moment beim Abschluss von einem Verteidiger gestört. Diese vielen positiven Signale führten aber leider auch dazu, dass wir etwas kopflos wurden. Immer wieder passten die Abstände der Ketten nicht und unsere Abwehr stand häufig Mann gegen Mann. Doch Emil und Joshi konnten alles wegverteidigen und wenn ein langer Ball durchkam, war auch Köppo noch zur Stelle. Unser Spiel wurde dennoch zusehends schwächer. Viele Ballverluste durch unpräzises Passspiel oder kleine technische Fehler ließen unseren Kombinationsfussball nur selten aufblitzen. Dennoch fiel nach etwa einer halben Stunde das 2:0. Als ein Angriff über rechts gespielt wurde, konnte Davids Hereingabe zwar abgewehrt werden, doch die Murmel landete direkt vor Fynns Füßen. Er nahm den Ball Dropkick und nagelte diesen mit gefühlt 120 km/h unter die Latte. Ob der Ball schon drin war oder nicht ließ sich kaum erkennen. Felix ging aber zum Glück auf Nummer sicher und beförderte das Spielgerät endgültig über die Linie. Gute 10 Minuten später gab es dann eine „besondere“ Szene in diesem Spiel. Nach einem Klatschball des Keepers eilte Emil zum Ball. Der Schnapper ging runter und erwischte den Ball, aber vielleicht auch etwas Emil. Der Schiri zeigte auf den Punkt und nachdem er bei seiner Meinung blieb, obwohl Emil zugab, dass es kein Elfer sei, lebten wir den Fair-Play-Gedanken aus und Emil schob den Elfer neben das Tor. Diese Szene beschäftigte uns irgendwie ein wenig und zwei Minuten später stand es nicht 3:0 sondern plötzlich 2:1. Einen Fehlpass im Spielaufbau fing der Gegner ab, spielte schnell vertikal in die Spitze und der Stürmer ließ sich alleine vor Köppo nicht zweimal bitten. Also gingen wir mit einer schmeichelhaften 2:1 Führung in die Pause.

Die zweiten 45 Minuten sollten druckvoller und klarer werden, damit wir die Gastgeber nicht unnötig wieder ins Spiel holen. Paul sollte dabei helfen, denn Felix klagte über leichte Beschwerden. Und in der Tat starteten wir wieder etwas besser rein in die Partie. Hinten standen wir weiterhin dicht und im Zentrum hatten wir etwas mehr Kontrolle. Zu guten Angriffen reichte es aber zunächst nicht. Als dann zur 59. Minute Brötzi und Justus in die Partie kamen, spürten wir nochmal neuen Offensivschwung. Und es dauerte auch lediglich 2 Minuten, als Brötz sich einbinden konnte. Ein tolles Solo von Pascal über rechts, ein Doppelpass mit Brötzi und plötzlich stand Grundi mit Ball am Fuß in der Box. Er wurde vom Gegner gelegt und es gab den (diesmal völlig berechtigten) Elfmeter. Und dieses Mal verwandelte Emil auch entsprechend sicher zum 3:1. Wieder alles in der Spur, wenn wir uns nicht immer selber das Leben schwer machen würden. Nach einem Rückpassversuch von Joshi auf Köppo stand es plötzlich nämlich 3:2, weil der Ball deutlich zu kurz war und wir wieder einmal eine Einladung verteilt haben. Wir fielen jetzt zurück in unser gewohntes Mittelfeldpressing und Batze kam für Nick, um dem Zentrum weitere Ballsicherheit zu geben. Den nächsten Nackenschlag konnten wir dem Gegner aber nicht verpassen. Mo scheiterte per Kopf am Pfosten und nach einem scharfen, flachen Ball von Brötzi wurde Pauls Abschluss noch irgendwie kurios unter dem Kepper begraben. Doch wir blieben auch weiterhin anfällig für lange Bälle und Konter. So geschah es dann auch nach 78 Minuten, als wir uns das 3:3 fingen. Ein Ball über die linke, gegnerische Seite und mit etwas Glück stand plötzlich ein Spieler halblinks in der Box. Sein Abschluss hart, hoch und präzise in die lange Ecke. Nun galt es in den letzten 10 Minuten nochmal einen Gang hochzuschalten und den Gastgebern merkte man natürlich an, dass dieser Ausgleich neue Kraft und Emotionen freisetzte. Es wurde hektischer und umkämpfter, was im Ergebnis dazu führte, dass ein Spieler von Märkisch nach hartem Einsteigen gegen Emil sogar die rote Karte sah. Also waren wir jetzt einen Mann mehr auf dem Platz, schoben etwas weiter vor und wollten den Sieg. Tatze ersetzte noch Joshi, der sich mit Knieproblemen herumplagte und plötzlich spielten wir vereinzelt wieder ansehnliche Angriffe. Nach einer Halbfeldflanke von Grundi köpfte Emil beispielsweise nur an die Latte. Dann jedoch bestrafte uns der Gastgeber für unser fahrlässiges Spiel und konterte erneut über den schnelle rechten Flügel. Der Außen zog in die Box und wurde von Marino von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelten die Hattinger und in den letzten Minuten fiel uns nichts Brauchbares mehr ein. Also bleibt eine mehr als vermeidbare Niederlage beim Kellerkind in Hattingen, die auch den letzten Traum platzen ließ. Sehr bitter, weil vermeidbar. Also müssen wir aus diesem Spiel lernen und es in den nächsten 4 Wochen besser machen.

Aufstellung: Köppen – Grundmann, J. Nast (82. L. Sollik), E. Amediek, Ewelt (59. Monstadt) – Busse (71. Baatz), Ivakovic, Schulz, M. Amediek, Kanschik (59. Brötz) – Narberhaus (46. Askemper)

Nächste Woche empfangen wir den TUS Kaltehardt um 15:15 an der heimischen Kemnader Straße. Wir freuen uns über jeden Support.

Glück auf und NUR DER RWS!

Peinliche Niederlage in Hattingen – 3:4 bei Kellerkind Märkisch

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