Beim 1:1 im Hinspiel konnten wir den Günnigfeldern als eine von wenigen Mannschaften noch Punkte abnehmen, am gestrigen Sonntagnachmittag gab es aber nichts zu holen. Auf der Asche beim ungeschlagenen Tabellenführer fehlten zudem einige Spieler, Kolja und Vito mussten sogar noch am Morgen krankheitsbedingt absagen. Dennoch hatten wir genug Qualität, um den Günnigfeldern Paroli zu bieten. Was man jedoch zu Beginn schnell merkte, war, dass wir unsere Schwierigkeiten damit hatten, uns an den Ascheplatz zu gewöhnen. Auch bei den Gastgebern hatte man zwar den Eindruck, dass einiges dem Zufall überlassen wurde, sie waren es aber gewohnt und wirkten daher handlungsschneller und weniger zurückhaltend als wir. Bereits nach 5 Minuten hätte es klingeln können, fast müssen, als eine weite Flanke von rechts per Kopf in die Mitte abgelegt wurde und der gegnerische Stürmer per Volley am hervorragend reagierenden Lucas scheiterte. Zehn Minuten später konnte auch Lucas nichts mehr machen. Aus einer gefährlichen Freistoßsituation 20 Meter vor unserem Kasten waren wir nicht wach genug. Vermutlich rechneten alle mit einem direkten Versuch, doch die Hausherren spielten den Freistoß kurz aus und von links sollte der Ball in die Box geflankt werden. Der Versuch missglückte, das Leder klatsche an die Latte und von dort an den Körper eines Günnigfelders. Glück und Zufall waren hier treue Wegbegleiter. Kurz danach hatten wir unsere größte Chance in der Partie: einen Halbfeldfreistoß zog Batze auf den zweiten Pfosten. Alle rauschten vorbei und der Ball ging haarscharf am Pfosten vorbei. Auch die Gastgeber konnten wenig spielerisch auf die Beine stellen, waren aber bei langen Bällen etwas präsenter und versuchten immer, ihre Stürmer zwischen den Ketten zu finden. Als nach 26 Minuten ein langer Ball per Kopf verlängert wurde und ein Stürmer Richtung Tor lief, konnten wir ihn nur noch per Foul stoppen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Günnigfeld souverän zum 2:0. Das war auch der Pausenstand, allerdings nur, weil Lucas kurz vor dem Pausentee nochmals exzellent reagierte und schnell abtauchen konnte, als nach einer flachen Hereingabe von links wieder ein Günnigfeldern zum Abschluss kam.
Wir waren zwar unterlegen, aber das lag nicht zwingend an der Klasse der Gastgeber, sondern vielmehr daran, dass sie mit den Rahmenbedingungen besser umzugehen wussten. In Halbzeit zwei wollten wir das ändern und Felix sollte dabei helfen. Er ersetzte Nick, um offensiver noch mehr Durchschlagskraft zu entwickeln. Wir waren nun von Beginn an deutlich präsenter. Das führte auch dazu, dass die Partie etwas ruppiger wurde. Uns gelang es aber auch, den Tabellenführer hierdurch aus seinem Rhythmus zu bringen. Im Ergebnis konnten wir den Ball in weiten Teilen von unserem Tor fernhalten. Uns selbst gelang es allerdings noch immer nicht, wirklich zwingende Torgelegenheiten herauszuspielen. Wir mussten dann noch einmal verletzungsbedingt wechseln und Rene, der uns heute aus der Zweiten unterstützte (vielen Dank dafür!), ersetzte Chris. Eben dieser René war es auch, der die Nummer „9“ der Gastgeber mit Geld-rot vom Platz schickte, nachdem er sich an der Außenlinie geschickt hatte foulen lassen. Die erste gelbe war ein brutales Einsteigen auf Kniehöhe gegen Felix. In Summe geht der Platzverweis daher mehr als in Ordnung. Wir schöpften also neuen Mut, brachten auch Dollo für Jakob noch in die Partie , doch mehr war es leider nicht. Selbst in Überzahl fanden wir kein probates Mittel, die kompakt stehende Abwehr zu überlisten. Spielerische Ideen ließen sich kaum umsetzen und gefühlt sprang jeder zweite Ball zum Gegner. So müssen wir konstatieren, dass wir im Grunde das ganze Spiel über chancenlos waren, ohne dass uns der Gegner an die Wand gespielt hat. Zwei bis drei Konter in der Schlussphase, die wir aufgrund einer offeneren Spielweise zuließen, blieben ungenutzt. Erst in der letzten Sekunde, als Marino einen weiteren Querpass in unserem Fünfer abfangen konnte, fiel noch das 3:0, weil ein Günnigfeldern ihn so beherzt unter Druck setzte, dass er anschließend noch zum Abschluss kam.
Aufstellung: Schwätzer – Herlitze (67. Gorke), Schnaubelt, L. Sollik, Ivakovic – Baatz, Busse (46. Narberhaus), M. Amediek, Schulz, Schick (74. J. Sollik) – Kanschik
Am nächsten Wochenende dürfen wir wieder zu Hause antreten. Wir empfangen den SF Westenfeld und wollen in der Liga wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Anstoß ist um 15:15 Uhr an der Kemnader. Kommt gerne vorbei!
Glück auf und nur der RWS!